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Stand: Montag, Juni 27, 2016

Verwaltungseinheiten - kurz VE: Bei den Betriebskostenabrechnungen bezieht sich STADT UND LAND auf eine VE z.B. mit der Nummer 0201 usw. Diese Nummer ist Bestandteil der Wohnungsnummer. Obwohl in der Betriebskostenabrechnung die zu einer VE gehörenden und zusammen abgerechneten Wohneinheiten genannt werden, ist es für den Mieter zum Verständnis einzelner Posten der Betriebskostenabrechnung äußerst wichtig, die Zusammenhänge von Kostenpositionen zu verstehen. Die folgende Tabelle gibt einen Überblick der zu einer VE zusammengefassten Wohneinheiten:

VE

Wohneinheiten

Wohnungen

0201

Steinstraße 81 bis 86

160

0202

Barnetstraße 60 bis 67 - Steinstraße 78 bis 80

117

0203

John-Locke-Straße 1, 3, 5, 9, 11, 13 - 18 und 18A - 21, 23, 25
John-Locke-Straße 20, 22, 24, 26, 28, 30 und 69, 69a und 69b
Steinstraße 70 bis 72 - 73 und 73a bis 73e

711

0204

John-Locke-Straße 27, 29, 31 und 33, 35, 37, 39, 41

108

0205

Barnetstraße 68 bis 72  und 79 bis 81
Finchleystraße 2 und 4
John-Locke-Straße 73 bis 75

508

0206

Lichtenrader Damm  216, 218, 220

127

0209

John-Locke-Straße 2-6, Steinstr. 74 - 76c

92

Wie aus den hervorgehobenen Anzahlen Wohnungen in den Verwaltungseinheiten 0203 und 0205 CIMG0010_bearbeitet (Medium)ersichtlich wird, besteht ein erhebliches Ungleichgewicht gegenüber den übrigen Verwaltungseinheiten. Mit einem Mausklick auf das 26Foto erhält man eine kleine Fotoserie mit Beispielen der in der VE 0203 gemeinsam in den Betriebskosten abgerechneten Wohnhäuser. Da ist das viergeschossige und das siebengeschossige Gebäude zu finden, aber auch das so genannte Brückenhaus mit 203 und das Hochhaus am Einkaufszentrum mit 102 Wohnungen. Desweiteren unterscheiden sich diese Wohneinheiten auch erheblich in ihrer technischen Ausstattung wie:

  • Notstromeinrichtungen,
  • Trockenleitungen (Löschwasserversorgung)
  • Feuerlöscher (Sprinkleranlagen)
  • Blitzschutz

Diese gemeinsame Zuordnung zu einer Verwaltungseinheit wie 0203 oder 0205, in der Mieter auch Kosten der technisch höher ausgestatteten Gebäude tragen müssen, war durch die Bauabschnitte bei der Erstellung in den Jahren 1964 bis 1968 begründet und durch die seinerzeitig damit verbundene öffentliche Förderung des sozialen Wohnungsbaus zulässig - §2 II. Berechnungsverordnung Artikel 6

Die für die VE 0203 ausgewiesene Gesamtfläche beinhaltet sowohl Wohn- als auch Gewerbeflächen. Die unterschiedlichen Betriebsformen der Gewerbe spielen in einigen Betriebskostenarten eine Rolle bei der Zuordnung der Gesamtflächen. Sollte die Größe der Gewerbeeinheit und die Art des Gewerbes zum Beispiel hohen Strom- oder Wasserverbrauch abverlangen, werden dort separate Zählersysteme eingesetzt. Beispiele:

  • Zeitungshändler oder Backgeschäft (nicht Backstube) ohne erhöhten Strom- und Wasserbedarf verringern bei den Betriebskosten nicht die Gesamtfläche
  • Frisör, Restaurants oder Supermarkt mit erhöhtemn Strom- und Wasserbedarf verringern bei den Betriebskosten die Gesamtfläche

Diese Unterschiede bei der Ermittlung der Gesamtflächen machen die in den jeweiligen Kostenarten abweichenden Flächenangaben sehr unübersichtlich bis hin zur Unkontrollierbarkeit.

Wichtiger Hinweis als Denkanstoß

Die Artikel 7 und 8 des § 2 II. Berechnungsverordnung lassen die Weiterführung des Status eines öffentlich geförderten Wohnungsbaus auch nach Fortfall der Förderung zu. Es liegen aber auch Urteile - z.B. OLG Koblenz und LG Berlin - vor, die besagen, dass nur die Gebäude, die nach demselben bautechnischen Stand errichtet wurden, dieselbe Bauweise und Ausstattung aufweisen und gleichartig genutzt werden, zu einer Verwaltungseinheit zusammengefasst werden dürfen.

Aufgrund dessen wäre es denkbar und vielleicht sogar empfehlenswert für die Mieter der VE 0203 und 0205, die bei ihren Betriebskosten durch nicht beeinflussbare Kosten anderer Großgebäude belastet werden, rechtlichen Einspruch gegen die Zusammenlegung zu erheben - vielleicht kontaktieren Sie eine Mieterberatung mit dieser Frage - 26Adressen über Mausklick auf p2-b Der Mieterbeirat kann hier nicht tätig werden, weil es eine reine Angelegenheit zwischen Mieter und Vermieter ist. Der Mieterbeirat kann nur auf das Problem hinweisen! 

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