Ueberwachung Haus

Stand: 18 Februar, 2018

Noch ist die John-Locke-Siedlung und deren nähere Umgebung in Lichtenrade nicht jeden Tag in den Polizeimeldungen. Wenn doch, dann sind die Meldungen der letzten Zeit durch einen Klick auf den Button zu finden. 

Lassen Sie keine Fremden in die Wohnung! 

Die Kriminalstatistiken der letzten Jahre  zeigen für Berlin einen stetigen  Anstieg der Straftaten unter anderem bei Diebstahl, Einbruch und Gewalt gegen Menschen an. Dies macht auch nicht vor unserem Stadtteil Lichtenrade halt.

Trickdiebstahl in Wohnungen ist nach Taschendiebstählen eine der häufigsten Straftaten.  Vorwiegend sind ältere Menschen betroffen. Die Täter täuschen ihre Opfer, um sich Zutritt zur Wohnung zu verschaffen und wenden in aller Regel folgende Tricks an:

Enkeltrick

Der Enkel-Trick: Um persönliche Beziehung vorzutäuschen und damit in die Wohnung eingelassen zu werden, rufen die Täter vorher an und geben sich als lange nicht gesehene Verwandte aus - meistens als Enkelkinder - mit plötzlichem akuten Geldbedarf oder in einer misslichen Notlage, aus der nur ein höherer Geldbetrag heraushelfen kann. Die Täter scheuen auch nicht vor angeblichen Unglücksnachrichten zurück. Der Trick findet aber auch Anwendung auf angeblich frühere Bekannte oder Kollegen usw.

Der Glas Wasser-Trick: Täterinnen täuschen Schwangerschaft, Übelkeit oder die Notwendigkeit einer dringen Einnahme einer Arznei vor und bitten um ein Glas Wasser.

Der Papier- und Bleistift-Trick: Täter oder Täterinnen wollen für an-geblich nicht angetroffene Nachbarn eine Nachricht hinterlassen. Sie fragen deshalb nach Schreibzeug und drängen auf eine Schreibunterlage in der Woh-nung oder bitten das Opfer, die Nachricht selbst aufzuschreiben.

Der Blumen- oder Geschenkabgabe-Trick: Täter oder Täterin-nen möchten für angeblich nicht angetroffene Nachbarn Blumen oder ein Geschenk abgeben. Dabei drängen sie darauf, die Blumen zu versorgen oder das Geschenk selbst zu verwahren.

Der Handwerker-Trick: Im Gegensatz zu ausländischen  täuschen deutsche Täter vor, als Handwerker wegen dringender Reparaturarbeiten die Wohnung betreten zu müssen. Sie geben sich meist als Beauftragte der Hausverwaltung, der Elektrizitäts-, Gas- oder Wasserwerke aus. Wenn Sie nicht selbst die Reparatur angefordert haben, dann verweigern Sie den Zugang und fragen als nächstes bei dem Mieterbüro zurück.

Der Amtspersonen-Trick: Vorwiegend deutsche Täter und Täterinnen täuschen vor, in einer offiziellen bzw. amtlichen Funktion unbedingt Einlass in die Wohnung zu bekommen. Sie kommen angeblich von der Kirche, von der Rentenversicherung oder Krankenkasse, von der Polizei, von der Post oder vom Sozialamt. Dabei kündigen diese Täter ihren Besuch oft bereits vorher telefonisch an, um mögliche Bedenken im voraus zu zerstreuen und ein Vertrauensverhältnis zum Opfer herzustellen. Tipps der Polizei gegen aufdringliche “Spendensammler”:

  • Verlangen Sie von Amtspersonen grundsätzlich den Dienstausweis und prüfen Sie ihn sorgfältig auf Druck, Foto und Stempel.
  • Rufen Sie im Zweifel die entsprechende Behörde an. Suchen Sie deren Telefonnummer selbst heraus.
  • Lassen Sie sich weder beeindrucken noch verwirren.
  • Wenden Sie sich an die (Kriminal-) Polizeiliche Beratungsstelle in Ihrer Nähe. Dort erhalten Sie wertvolle Tipps und hilfreiche Broschüren.

Achtungssymbol

Es bleibt immer zu bedenken, Tricktäter sind sehr erfinderisch und schauspielerisch begabt . Sie denken sich immer neue Schachzüge aus und sind damit selbst der Kriminalpolizei meist immer einen Schritt voraus.

Um insbesondere Senioren vor Trickdieben zu schützen, hat die Zentralstelle für Prävention des Landeskriminalamts einen Türanhänger mit dem Schriftzug “Ich lasse keinen Fremden in meine Wohnung” erstellt. Der Türanhänger soll dazu von innen an die eigene Wohnungstür als “Gelbe Gedächtnisstütze” aufgehängt werden. Der Anhänger ist über alle Polizeidienststellen erhältlich. Aber auch über diese Seite kann der Anhänger als 26 PDF-Datei über einen Mausklick PDF-symbolauf das Symbol heruntergeladen werden. Vielleicht kann damit einem Angehörigen oder einem Nachbarn mit dieser Gedächtnisstütze eine zusätzliche Sicherheit vermittelt werden

Zu den in der Kriminalstatistik genannten Straftaten mit steigender Tendenz gehören aber auch ganz besonders Einbruchsdelikte. Fast 90 Prozent der Einbrüche finden statt, wenn niemand zu Hause ist. Insbesondere die Urlaubssaison bietet Einbrechern ideale Voraussetzungen ungestört ans Werk zu gehen. Im Folgenden einige Sicherheitstipps, wie sie von verschiedenen Initiativen für aktiven Einbruchschutz veröffentlicht werden:

  • Hauseingang bereits hier beginnt der erste Schutz - auch tagsüber geschlossen halten. Vor dem Öffnen, immer erst prüfen, wer ins Haus will.
  • Fenster und Türen überprüfen, ob diese richtig verschlossen sind. Selbst bei kürzerer Abwesenheit sollte man darauf achten.
  • Anwesenheit vortäuschen, indem die regelmässige Leerung des Briefkasten organisiert wird. Zweckmässigerweise für die Urlaubszeit die Zeitung abbestellen oder nachsenden lassen.
  • Installation einer Zeitschaltuhr für ein regelmässiges An- und Ausschalten von Lampen und eines Radios
  • Nachbarn informieren über die Abwesenheit und deren Dauer sowie über die Erreichbarkeit im Notfall.
  • Anrufbeantworter abschalten oder zumindest nicht einer verräterischen Ansage versehen wie “wir sind für einige Zeit verreist”. Einbrecher führen sehr oft einen Kontrollanruf durch, aus dem sie auf eine Abwesenheit schliessen.
  • Sicherheitstechnik an Türen und fallweise an Fenstern von Fachleuten in geeigneter bautechnischen Art und Weise einbauen lassen. Auch eine Alarmanlage kann zwei von drei Einbrüchen verhindern.

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Der Sturmklingel-Trick: Die Verbrecher klingeln nachts Sturm, um ihre Opfer aus dem Bett zu locken. Wird die Tür nicht sofort geöffnet, dann verstärken sie das Klingeln und wiederholen es immer wieder. Dann verstecken sie sich im Hausflur oder in dem eventuell vorhandenen Garten, damit sie nicht von betroffenen Hausbewohner entdeckt werden können.
In allermeisten Fällen öffnen die so aufgeschreckten Opfer schließlich die Haustür, um nach dem Rechten zu sehen. Es könnte sich ja auch um einen Notfall handeln. Genau das nutzen Einbrecher aus, um ihre Opfer zu überwältigen und in die Wohnung einzudringen.(Quelle: Focus online 18.04.2017)

 

 Quelle;Berliner Morgenpost

Ping-Calls - Vorsicht! Betrugsversuche am Telefon sind schon lange bekannt. Jetzt warnt die Polizei vor den sogenannten Ping-Calls wie z.B. die Telefonnr. +235 91 04 79 82. Hierbei handelt es sich wahrscheinlich um eine  Rufnummer ausländischer Betrüger. Die Polizeit warnt eindringlich, diese meist nur kurz erklingende Rufnummer zurückzurufen. Bei einem Rückruf können erhebliche Telefongebühren entstehen. Die Bundesnetzagentur hat eine Liste herausgegeben, die alle bisher bekannten und blockierten Ping-Call-Nummer enthält. Für den Aufruf der Liste hier klicken. Auf dieser Webseite der Bundesnetzagentur kann man auch die selbst erhaltene Ping-Call-Nummer melden, was dringend zu empfehlen ist. Ich habe die oben genannte Nummer auf jeden Fall gemeldet.

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Falsche Microsoft-Mitarbeiter: Angebliche Mitarbeiter von Microsoft rufen an und versuchen, dem Opfer einzureden, dass der Computer überprüft werden müsse. Während des Gesprächs versucht der Anrufer, TAN-Nummern in Erfahrung zu bringen und damit Geld vom Bankkonto des Opfers abzubuchen. Wer sich für den Computer interessiert, ist verdächtig und darum sollte ein derartiges Telefonat sofort beendet werden. Es wäre auch nicht falsch, die Polizei hierüber zu informieren.

Dokumente für Reisen sichern: Wichtige Dokumente wie Ausweispapiere, Reisepässe, Flugtickets, Impf- und/oder Allergiepässe, Kreditkarten und ähnliche Unterlagen sollten spätestens vor der nächste Reise kopiert werden. So sind im Fall eines Diebstahls alle wichtigen Unterlagen schnell griffbereit, vorausgesetzt sie werden getrennt vom Original aufbewahrt.

 

Hauseingang blau

Haustüren nachts nicht abschließen: Haustüren von Mehrfamilienhäusern dürfen nach Ansicht des Landgerichts Frankfurt am Main (Az.: 2-13 S 127/12) nicht abgeschlossen werden. Das Abschließen der Hauseingangstür führe zu einer erheblichen Gefährdung der Mieter und deren Besucher, so lautet die Begründung des Gerichts. Durch das Abschließen der Haustür sei ein Verlassen des Gebäudes im Brandfall oder in einer anderen Notsituation nur möglich, wenn ein Schlüssel mitgeführt werde. Dieses schränke die Fluchtmöglichkeit erheblich ein, da nicht davon auszugehen sei, dass in einer Paniksituation ein Schlüssel mitgeführt werde. Im Notfall kann die Haustür zum tödlichen Hindernis werden. (Quelle: www.zuhausde.de)
Diese Vorsichtsmaßnahme schließt aber nicht aus, dass die Haustür immer offen bleibt - die Einbrecher wären für den leichten Start ins Haus zu kommen, sicherlich dankbar.

Internet-Document-icon

Internetadressen in diesem Zusammenhang:
www.pfiffige-senioren.de - Ratschläge gegen Trickdiebe und Trickbetrüger
www.onlinewarnungen.de - Warnung vor Betrugsmaschen im Internet

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