Heizkorper

Stand: 27 Juni, 2016

Als Mieter in einer Wohnanlage mit einer zentralen Heizungsanlage kann man kaum Einfluss auf die Grundeinstellungen der Heizung nehmen. Trotz optimaler Regeltechnik und moderner Feuerungsanlagen entsteht in dem Rohrleitungssystem auf dem Weg von der Zentrale bis in die Wohnungen ein gewisser Wärmeverlust. Aber in der Wohnung selbst besteht ein Einsparpotential, mit dem der Mieter es in Hand hat, die Heizkosten individuell zu verringern. Im Folgenden werden einige Spartipps vorgestellt:

  Spartip 1: Undichte Stellen schließen
Gebäude älterer Bauzeit  haben oft noch undichte Fenster oder Außentüren, so dass die Kälte ins Innere kommen kann. Die kalte Luft muss dann wieder auf Raumtemperatur erwärmt werden. Eine Kerze zeigt an windigen Tagen mit ihrem Flackern an, wo sich Spalten und Ritzen befinden. Eine andere Prüfmethode ist, ein Blatt Papier zwischen Fenster und Rahmen zu stecken. Das Fenster schließen - lässt sich das Papier ohne Probleme herausziehen, muss die Dichtung ausgetauscht werden. Oft helfen sehr einfache Maßnahmen: Fenster lassen sich mit elastischen Dichtungsbändern abdichten, Türen mit Dichtungsbürsten oder Dichtleisten.

   Spartip 2: Richtig lüften
Eine effektive Lüftungsmethode ist die sogenannte Stosslüftung. Zwei- bis dreimal am Tage ca. fünf Minuten die Fenster gegeneinander öffnen, so dass ein Durchzug entstehen kann. Fenster nie dauerhaft angekippt lassen. Während des Lüftens sind den Räumen mit den geöffneten Fenstern die Thermostatventile zu schließen.
   Spartip 3: Nicht alle Räume heizen
Die zu der Wohnung zählenden Räume sollte nur viel wie nötig beheizt werden. In besonders kalten Tagen empfiehlt es sich, die Heizung nur in den Räumen höher zu stellen, in den man sich tatsächlich aufhält. Ergänzend sind die Türen zu den unbeheizten Räumen zu schließen.
   Spartip 4: Heizkörper nicht verstellen
Heizkörper verbreiten ihre Wärme durch Strahlung und Luftzirkulation. Beides wird behindert, wenn sie von Vorhängen verdeckt oder Möbelstücke davor gestellt werden. Ein grosser Fehler ist hierbei auch, den oder die Heizkörper mit einer dekorativen Verkleidung zu versehen. Auch ist es falsch, Wäsche auf dem Heizkörper trocknen zu lassen. Dies erhöht unnötige die Heizkosten.
   Spartip 5: Heizkörper entlüften
Wenn ein Heizkörper gluckert, ist Luft in dem System, was zur Folge hat, dass die Heizkraft sich verschlechtert und mehr Energie als nötig verbraucht. Da nicht an jedem Heizkörper die Möglichkeit besteht, einen Entlüfterschlüssel einzusetzen, muss eine Fachkraft von dem Heizungsteam hinzugezogen werden.
   Spartip 6: Unbenutze Räume nicht auskühlen lassen
Wenn ausgekühlte Räume längere Zeit mit voller Leistung aufgeheizt werden müssen, kostet das meist mehr Energie als gleichmäßige Beheizung bei geringerer Leistung. Zudem kühlt die kalte Luft auch die umliegenden wärmeren Räume ab, so dass Sie hier wieder stärker heizen müssen.
   Spartip 7: Räume nicht überheizen
Schon eine um 1°C niedrigere Raumtemperatur spart etwa 6 Prozent Heizkosten über die gesamte Heizperiode. Die richtige Regelung der Raumtemperatur wird durch die Einstellungen an den Thermostatventilen gesichert. Im Allgemeinen werden folgende Raumtemperaturen empfohlen:

Raum/Zimmer

Temperatur

Schlafzimmer

16° bis 18° C

Flur, Diele

14° bis 15° C

Küche

15° C

Wohn-, Ess-, Kinderzimmer

20° bis 22° C

Badezimmer

23° C

 

   Spartip 8: Temperaturen bei Abwesenheit absenken
Über Nacht und bei längeren Abwesenheiten ist es sinnvol, die Temperatur abzusenken. Im Allgemeinen führt die Steuerung der zentralen Heizungsanlage eine Nachabsenkung automatisch aus. Bei längeren Abwesenheiten wie zum Beispiel im Urlaub kann die Temperatur weiter gesenkt werden, jedoch ist darauf zu achten, dass in jedem Fall die Thermostatventile mindestens auf Frostschutz eingestellt sind (Stern-Symbol). Kühlt eine Wohnung einige Tage lang aus, dauert es ein bis zwei Tage, bis sie wieder durchgeheizt wird, wodurch Heizkosten  damit kaum gespart werden.
   Spartip 9: Keine Wärmequellen vor den Heizkörper
Unbedingt zu meiden sind  Wärmequellen wie Kühlschränke, Wasch- und Spülmaschinen, Heizstrahler oder Lampen, die vor die Heizkörper direkt oder in die Nähe gestellt werden.
   Spartip 10: Für gute luftfeuchtigkeit sorgen
Feuchte Luft wird wärmer und wohltuender empfunden. Sie reduziert ferner das Aufwirbeln belastender Staubpartikel. Das Wohlgefühl wird durch Pflanzen und/oder Luftbefeuchter angehoben. Andererseits sind Bad- oder Küchendämpfe unverzüglich aus der Wohnung abziehen lassen.
   Spartip 11: Türen zu unterschiedlich beheizten räumen schliessen
Um Schimmelbildung in der Wohnung zu vermeiden, ist der Übergang von warmer, feuchter Luft aus beheizten Räumen zu niedrig beheizten Räume durch Schließen der Türen zu verhindern.

Wenn die Heizung gluckert und unregelmässig Wärme abgibt, deutet alles darauf hin, dass die Anlage falsch eingestellt ist. Machen Sie die zuständige Stelle bei STADT UND LAND - siehe Seitep1-o  hierauf aufmerksam, denn eine schlecht regulierte Anlage kann zusätzliche Kosten verursachen.

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