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Asbestbeseitigung
Asbestentsorgung

Als vor rund 50 Jahren die John-Locke-Siedlung erstellt wurde, glaubte die Bauindustrie, mit Asbest gemischten Baumaterialien das große Los gezogen zu haben. Jetzt weis man, welche gesundheit-lichen Gefahren in diesem Material steckt. Heute müssen wir als Mieter bedauerlicherweise die Konsequenzen tragen.

Aber die Konsequenzen liegen in wesentlich anderen Bereichen, als in den  vorangig von den grünen Angstmachern verbreiteten Gesundheitsrisiken. Selbst nach der von den Mietern selbst vorgenom-menen Entfernung  von Asbest belasteten Materialien ist niemand verstorben. Verstorben sind wahrscheinlich mehr Mieter aus der Angst, die Wohnung räumen zu müssen und private Erinnerungs-stücke und wertvolle Einrichtungsstücke zu verlieren.

nicubunu-Emoticons-Lying-faceÄhnlich der Diesellüge gibt es auch für die Gefährdung der Mieter durch den Asbest nur unbelegte bis hin zu verlogenenen Aussagen. Besonders die Angstmacherpartei Bündnis90/Die Grünen schürt auch um dieses Thema bei der Bevölkerung nur Angst und Schrecken.

Eine Anfrage des AfD-Abgeordneten Harald Laatsch an den Senat ergab, dass es in Berlin im Jahre 2017 272 an Asbestose Erkrankte gab - 33 weniger als im Vorjahr. Der Autor dieser Seite fragte nach und erfuhr, dass es sich ausschließlich um arbeitsplatzbezogene Erkrankungen handelt. Zu an Asbestose erkrankte Mieter hat der Senat keine Erkenntnisse oder besser gesagt, es gibt nicht einen Fall. Für diese Panikmache müssen Mieter leiden, ja sogar in ihren Ängsten um ihr auf der Sperrmüldehalde vernichtetes Eigentum oder um die Hinundherzieherei vorzeitig sterben (Quelle: B.Z. 23.3.2018) .

Asbest soll ja so gefährlich sein, argumentiert der Grüne Abgeordnete Otto und brockte uns Mietern, die über 50 Jahre in den “verseuchten” Wohnungen leben, die nervige und Gesundheit zerstörende Sanierung ein.
DSC_0245Andererseits stellt die mit der Entsorgung beauftragte Baufirma die mit Asbest belasteten Bauschutt-Container direkt vor die Balkone der Mieter, die noch in ihren Wohnungen leben dürfen. Bei jedem Ausschütten der mit Bauschutt gefüllten Wanne gibt es eine Staubwolke, die einerseits direkt die Bauarbeiter trifft und andererseits durch den Wind in Richtung Haus geweht wird.
Und nirgends sieht man eine Aufsicht, die sich um diese Nachlässigkeiten kümmert, sowohl seitens der Baufirma, der Planungsfirma und geschweige denn seitens STADT UND LAND. Und dies trotz der blauäugigen Information in dem Mieteranschreiben vom 19.11.2013 - siehe nachstehenden Block

Wo sind in der Wohnung die asbesthaltigen Materialien zu finden?

Die Gefahrstoffe kommen in den so genannten Venyl-Asbest-Platten vor, die ca. 15 % Asbest in festgebundener Form enthalten. Diese Platten wurden für die Fußbodenbeläge von Flur, Küche, Bad und Wohnbereich verwendet. Flex-Platten ist eine andere Bezeichnung dafür. Ergänzt werden sie noch durch den dabei ver-wendeten schwarzbraunen Kleber, der auch Bitumenkleberschicht genannt wird.

Quelle:www.geolindeonline.de

Wie wird das Asbest aus der Wohnung entfernt?

  1. Zunächst ist die gesamte Einrichtung der Wohnung (Möbel, Teppichbelag usw.) auszulagern. Ferner werden alle Badinstallationen wie Badewannen, Waschbecken und Armaturen demontiert und entsorgt.
  2. Anschließend wird die Wohnungstür durch eine Spezialtür ersetzt und die Wohnung luftdicht verschlossen. Der Zugang zur Wohnung ist ausschließlich den Mitarbeitern des Entsorgungsunternehmens erlaubt.
  3. Die ausgetauschte Wohnungstür wird mit dem Schließzylinder eingelagert und nach Beendigung der Entsorgungsarbeiten wieder eingebaut
  4. Hinter der Wohnungstür wird eine kombinierte Personal-/Materialschleuse installiert. Diese dient der Ein- und Ausschleusung des mit der Asbestentsorgung beauftragten Personals sowie dem Durchreichen von Werkzeugen oder Materialien. In der Schleuse erfolgt bei Arbeitsbeginn das Anlegen der frischen und sauberen Schutzkleidung. Bei Arbeitsende oder jeder Ausschleusung wird zunächst die Schutzkleidung des mit Asbeststaub belasteten Personals abgesaugt, damit in einer weiteren Kammer die Schutzkleidung abgelegt werden kann. Die Personenschleusen, auch als Personal-Dekontaminationsanlagen bezeichnet, müssen den Forderungen den TRGS 519 - Asbest (Technischen Regeln für Gefahrstoffe) entsprechen.
  5. In der Wohnung selbst wird eine Raumluftfilteranlage mit Spezial-Luftfiltern, so genannten HEPA-Luftfiltern (High Efficiency Particulate Airfilter) aufgebaut. Die Zu- und Abluftleitungen der Anlage werden durch die leicht geöffnete Balkontür nach draußen geführt. Die austauschbaren Luftfilter müssen nach der Staubsättigung ebenfalls den Technischen Regeln gerecht entsorgt werden.
  6. Nach Installation der in Punkt 4. und 5. genannten Anlagen sowie nach luft-dichten Verkleben aller Öffnungen kann mit der eigentlichen Asbestbesei-tigung begonnen werden.
  7. Bei der Demontage der asbesthaltigen Wand- und Bodenbeläge kommen speziell dafür ausgelegte Fräs- und Schleifmaschinen mit separater Absau-gung der Staubpartikel zum Einsatz.
  8. Der anfallende asbesthaltige Bauschutt wird in speziellen und entsprechend gekennzeichnete Säcken luftdicht verpackt und über die Materialschleuse aus der Wohnung verbracht. Über die Außen-Bauaufzüge erfolgt dann der Transport zu den verschließbaren Baucontainern eines Sonderabfallentsor-gungssystems.
  9. Sind sämtliche Gefahrstoffe aus der Wohnung entfernt, wird als letzter Arbeitsgang die Wohnung komplett fein gereinigt. D.h. alle Decken-, Wand- und Bodenflächen werden abgesaugt.
  10. Den Abschluß bildet die Demontage aller Reinigungssysteme und Sicherungs-maßnahmen zur Staubdichte. Die Wohnungstür wird wieder eingesetzt und die eigentlichen Arbeiten zur Strangsanierung können beginnen.  

Spezialtür

Quelle:  www.sapros.ch

Hepa-Luftfilter . Quelle: GEA Delbag-Luftfilter

Quelle: www.amsberlin.de/

Quellenangaben: STADT UND LAND-Mieteranschreiben vom 19.11.2013
                            Bundesamt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin - BAuA

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